1629 wurde das Boulespiel in Frankreich erneut verboten, und zwar auf Betreiben der Hersteller von Paume-Schlägern (den Vorläufern der Tennisschläger), die um ihre Einnahmen fürchteten.

Bereits ein paar Jahre später wurde das Verbot wieder aufgehoben. Aber das Verbot wurde kaum beachtet. Abseits der Öffentlichkeit wurde weiterhin Boule gespielt, vor allem in den Klöstern. Dabei entstanden die ersten überdachten Bouleplätze.

1792 starben bei einer Boulepartie in Marsaille 38 Menschen! Es handelte sich keineswegs um ein Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen, obwohl durchaus Kanonenkugeln im Spiel waren.

 

Soldaten hatten nämlich in einem Kloster, in dem auch Pulverfässer lagerten, mit Kanonenkugeln Boule gespielt! 

Der berühmte Physiker und Mathematiker André Marie Ampère spielte auch Boule, jedoch mit normalen, d. h. genagelten Kugeln. Höchstwahrscheinlich spielte er, wie überall in Südfrankreich, nach den Regeln des "Jeu Provençal". Dabei wird beim Werfen der Kugeln zum Teil Anlauf genommen.