Bereits im Altertum kannte man ein dem Pétanque ähnliches Spiel, wobei die Griechen runde Steine die Römer mit Eisen beschlagene Holzkugeln verwendeten. Bei den Griechen warf man die Kugeln so weit wie möglich, bei den Römern so genau wie möglich. Die Römer sind also in gewisser Weise die Erfinder der Zielkugel, des "Schweinchens".

Nach den Einfällen der Barbaren geriet das Spiel in Vergessenheit und tauchte erst im Mittelalter wieder auf. In Frankreich wurden die Boulespieler damals "Bouleurs" genannt.

Das Spiel fand allmählich einen derartigen Anklang, dass es im 14. Jahrhundert von Karl IV. und von Karl V. verboten wurde! Die Herrscher waren es leid, dass ihre Untertanen dem Boulespiel frönten, anstatt den Umgang mit Pfeil und Bogen zu üben.

Im 16. Jahrhundert wurde das Boulespiel dann von Papst Julius II. gefördert, der den Kirchenstaat zur größten Macht in Italien machen wollte.